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Old 12-05-2023, 01:28 PM   #1
cubemusic
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Default Reaper als automatisiertes Digitalmischpult, als Slave via MTC und Stopp-Verhalten

Hi,

ich verwende Reaper als ein automatisiertes Digitalmischpult für meine externen Synthesizer. Zu diesem Zweck ist Reaper als MTC-Slave konfiguriert, und der Master ist Logic Pro auf einem anderen Rechner.

Alle Audioeingänge sind permanent auf Live-Monitoring eingestellt, und es werden normalerweise keine Audioaufnahmen mit Reaper gemacht. Reaper läuft als Slave mit, damit ich Automationsdaten der externen und von Logic via Midi gesteuerten Synthesizer in Reaper aufnehmen kann. Das betrifft sowohl Volume, Pan und Mute, als auch diverse Automationsparameter von in dieser Betriebsart eingefügter Plugins.

Das klappt soweit auch sehr gut.

Sobald ich das entsprechende Reaper-Projekt geladen habe, ist der Play-Button grau, und Reaper wartet auf den MTC.

Sobald ich Logic aber stoppe und somit der für Reaper externe MTC ausbleibt, wechselt der Play-Button in Repaer auf Grün und ebenso der Pause-Button. Das Problem dabei ist, dass Reaper auf diese Weise sämtliche Live-Monitoring-Audioeingänge stummschaltet, was ja dem Sinn eines digitalen Live-Monitoring-Mischpultes leider komplett widerspricht.

Die Frage ist nun, ob jemand weiß, wie man dieses Verhalten seitens Reaper dergestalt ändern bzw. über eine entsprechende Einstellung anpassen kann, dass, wann immer der MTC ausbleibt bzw. vom Logic-Master eine MTC-Stopp-Meldung gesendet bzw. empfangen wird, Reaper wieder in den ´grauen´ Wartemodus wechselt, damit nach dem Ausbleiben des MTC automatisch wieder alle Audioeingänge abhörbar sind.

Ggf. über ein Skript? Da kenne ich mich aber leider null aus damit.

Viele Grüße,

Philip
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Old 12-06-2023, 04:06 AM   #2
beingmf
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Hängt das nicht mit den gewählten Monitoring-Modi zusammen (ablesbar an dem kleinen Lautsprechericon)? Es klingt so, als wärst Du im "Tape-Auto-Style"-Modus, was bedeutet, Du hörst die scharfgeschalteten Inputs nur unter gewissen Voraussetzungen. (Rechts-)Klick einfach mal auf "ON", dann müsste es klappen.
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Old 12-06-2023, 05:19 AM   #3
cubemusic
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Hi beingmf,

vielen Dank für deine zeitnahe Antwort und deinen Versuch, zu helfen.

Die Inputs stehen alle auf der ersten Auswahl ´Monitor Input´ - ich habe es gerade noch einmal gecheckt.

Erst wenn ich auf den Stop-Button von Reaper klicke bzw. den mittlerweile angeschlossenen und entsprechend konfigurierten Fußschalter über das UF8 von SSL betätige, geht Reaper wieder in den ´grauen´ Modus, und alle Eingänge sind frei.
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Old 12-06-2023, 08:19 AM   #4
beingmf
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Hm, Mist! Für mich hat der Slave-Modus nie funktioniert (zumindest in den Versionen 4 bis 5, danach hab ich aufgegeben) – in die andere Richtung (Reaper steuert Logic) kannst Du's nicht konfigurieren?
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Old 12-09-2023, 11:35 AM   #5
cubemusic
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Hm, Mist! Für mich hat der Slave-Modus nie funktioniert (zumindest in den Versionen 4 bis 5, danach hab ich aufgegeben) – in die andere Richtung (Reaper steuert Logic) kannst Du's nicht konfigurieren?
Nein, leider. Logic muss der Master sein.
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Old 12-15-2023, 10:39 AM   #6
SonicAxiom
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Ich habe eben mal ausprobiert, ein Projekt in einem Reaper-Tab aus einem anderen Tab in der gleichen Reaper-Instanz über LTC (über Dante-Netzwerk) zu sync'en und es klappt mit den folgenden Einstellungen:



Im chasenden Projekt stand die Spur auf Aufnahmebereitschaft mit deaktivierter Aufnahme (nur Monitoring) und der Monitorknopf war auf "Monitor ein" gestellt. Das Live-Eingangssignal war immer zu hören, unabhängig vom aktuellen Transport-Modus des Master-Tabs.

Um beide Tabs sample-synchron zu bekommen, musste ich im chasenden Tab übrigens mittels "JS: Time adjustment"-Plugin einen Latenzausgleich von +358 Samples einstellen. So konnte ich das Metronomsignal beider Tabs vollkommen nullen. Allerdings nullte es sich alle paar Male nicht vollständig, wofür ich ad hoc keine plausible Erklärung habe.

Ich hoffe, mein Test spiegelt deine Situation einigermaßen wider.

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Old 12-18-2023, 03:38 PM   #7
cubemusic
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Hi SonicAxiom,

vielen Dank für deine Nachricht.

Ob sie mein Problem lösen kann, weiß ich derzeit noch nicht, denn wenn ich es richtig verstehe, müsste ich Logic Pro erst einmal dazu bringen, LTC auszugeben (über Audio, richtig?).

Ich habe dazu eine Website gefunden, aber der Vorgang ist alles andere als triviel - zumindest für mich. Ich muss mal schauen, ob ich mir das zutraue. Ist echt nicht ohne.

https://support.source-elements.com/...generator-mode

Bin ich da überhaupt richtig aus deiner Sicht?
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Old 12-19-2023, 04:05 AM   #8
beingmf
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LTC ist Audio, insofern könntest Du doch irgendwoher* eine Spur importieren, die dann Reaper synct?

* aus dem Netz / in Reaper generieren
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Old 12-28-2023, 03:39 PM   #9
cubemusic
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Hmm, ich kriege es einfach nicht zum laufen. Ich habe auch alle deine Werte in den Synceinstellungen von Reaper vorgenommen, aber Reaper läuft (im Gegensatz zur vorherigen MTC Lösung) nicht einmal los.

Da ich nicht wusste, bzw. keinen Weg gefunden habe, wie ich LTC überhaupt als Audio ausgeben kann (ich habe aber alle Schritte aus deinem Link eingestellt, hätte aber dann dieses Source LTC Programm für 95 Dollar (oder Euro, egal) kaufen müssen, und das war mir zu teuer, vor allem deswegen, weil es ja auch damit hätte nicht funktionieren können.

Ich hielt es daher erst einmal für sinnvoller, alles in Logic wieder so einzustellen, wie es war und meinen Rosendahl MIF4 als Vermittler einzuschalten. Er bekommt von Logic problemlos seinen MTC, macht LTC daraus und gibt ihn hinten via XLR aus.

Diesen Ausgang habe ich mit einem der Interfaces am Reaper-Mac per XLR verbunden, und das Signal kommt problemlos dort und somit auch in Reaper an. Natürlich habe ich dann über die Synceinstellungen von Reaper den richtigen Eingang gewählt, der Playbutton ist grün, neben der Transportsektion steht ´Warte auf Timecode - LTC Sync´, aber egal, welchen Pegel ich reingebe, Reaper startet einfach kein einziges Mal. ´Synchronisieren zu Timecode...´ in den Synceinstellungen ist natürlich an.

Es ist mir ein Rätsel. Und nicht nur eins...
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Old 12-28-2023, 10:01 PM   #10
bobobo
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moin moin,

syncen find uch gut.

ich meine dass ich mal ein tracktion mit reaper auf derselben maschine gesynct hatte via mtc (nicht ltc)

dazu hatte ich dieses loopmidi geholt und dort einen kanal als output aus tracktion und als input (midi device) in reaper konfiguriert.
die sync optionen (rechtsklick auf dem playbutton) entsprechend konfiguriert.

ich glaube ich hatte da abweichungen bemerkt , reapr kam immer ein wenig zu spät in die pötte, aber im allgemeinen wuppte das ok.

ich häng mich da heute später nochmal dran (wmfml(*)) und versuch das nochmal aufzubauen. ich hab das zwar nur auf einer maschine aber die beiden daws unterhalten sich per mtc. insofern dürfte es vergleichbar sein.


(*) wemm meine frau mich lässt
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Old 12-29-2023, 07:04 AM   #11
bobobo
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so,

nun habe ich hier eine waveform instanz die midi timecode sendet via loopmidi neben einer REAPER instanz die dazu synct

REAPER (im PLAYMODUS) empfängt das (mididevice) und synchronisiert dazu mit ein klein wenig Bedenkzeit (option Synchronize by seeking ahead . 1000 ms default) wenn ich das auch 250 ms setze synct es entsprchend schneller. allerdings nur wenn NICHT RECORDED wird. Der REAPER Cursor folgt dem Playcursur in Waveform , Start und Stop-Statii werden erkannt und auch umgesetzt. ABER wenns mal angelaufen ist geht es bei Stop auf Waveform in REAPER auf Pause, nie auf Stop

sobald REC gesetzt ist ändert sich er sync-Statii auf Chasing , was in der Konsequenz bedeutet dass gesynct wird und sobald es läuft (Position wird geesetzt und auch synchrosniert , es läuft und recordet weiter gesynct. wenn der sync stoppt (waveform) wird aber weiter aufgenommen.

ömm , ja

was mir auffällt ist, dass die position zwar gesynct wird die geschwindigeit aber eher nicht.
ändere ich die abspielgeschwindigkeit im waveform bekommt reaper davon nichts mit.

ich muss da wohl nochmal Handbuch lesen zu demThema..


soweit das ..dein setup muss ich mir nochmal durchlesen und verstehen und versuchen es hier nachzubauen.

ja, ich weiß , alles nur gelaber und helfen tut es nichts
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Old 12-29-2023, 07:25 AM   #12
bobobo
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SOO:

syncen während recoding.

auch kein ding wenn die Parameter sitzen
meine syncoptions


in REAPER sync mit MTC an und auf REC (ES poppt ROT was auf (warte auf ..)

sobald ich im WaveForm dann loslge synct REAPEr dazu und nimmt an der gewünchen Posotion auf.
rutsche ich in Waveform wöhrend der Widergabe hin und her olt REAPER an die richtige Position auch wahrend der Aufnahme.
Stoppe ich in Waveform scwitcht REAPER wieder in der Wartemodus (rotes Fenster) und nimmt weiter auf wenn ich in waveform wieder weiterlaufen lasse.

die RecZustände (den lateinischen Begriff habe ich hier mal wegeditiert da ich das immer fasch mache s.u.) in REAPER ändern sich dabei nicht.

eventuell alles nur eine Frage der richtigen Einstellungen.

achso .. BPM syncht so nicht
Attached Images
File Type: png syncoptions.png (10.1 KB, 65 views)

Last edited by bobobo; 12-30-2023 at 04:26 AM.
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Old 12-29-2023, 11:02 AM   #13
SonicAxiom
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Hmm, ich kriege es einfach nicht zum laufen. Ich habe auch alle deine Werte in den Synceinstellungen von Reaper vorgenommen, aber Reaper läuft (im Gegensatz zur vorherigen MTC Lösung) nicht einmal los.

Da ich nicht wusste, bzw. keinen Weg gefunden habe, wie ich LTC überhaupt als Audio ausgeben kann (ich habe aber alle Schritte aus deinem Link eingestellt, hätte aber dann dieses Source LTC Programm für 95 Dollar (oder Euro, egal) kaufen müssen, und das war mir zu teuer, vor allem deswegen, weil es ja auch damit hätte nicht funktionieren können.

Ich hielt es daher erst einmal für sinnvoller, alles in Logic wieder so einzustellen, wie es war und meinen Rosendahl MIF4 als Vermittler einzuschalten. Er bekommt von Logic problemlos seinen MTC, macht LTC daraus und gibt ihn hinten via XLR aus.

Diesen Ausgang habe ich mit einem der Interfaces am Reaper-Mac per XLR verbunden, und das Signal kommt problemlos dort und somit auch in Reaper an. Natürlich habe ich dann über die Synceinstellungen von Reaper den richtigen Eingang gewählt, der Playbutton ist grün, neben der Transportsektion steht ´Warte auf Timecode - LTC Sync´, aber egal, welchen Pegel ich reingebe, Reaper startet einfach kein einziges Mal. ´Synchronisieren zu Timecode...´ in den Synceinstellungen ist natürlich an.

Es ist mir ein Rätsel. Und nicht nur eins...
Ich tippe bei dem Problem auf einen Mismatch der Frameraten der verwendeten Geräte.

Um sich eine LTC-Timecode-Wavedatei zu ertellen, die man dann auch außerhalb von Reaper verwenden kann, fügt man in Reaper in einem leeren Track über das Insert-/Hinzufügen-Menü ein SMPTE LTC/MTC Timecode-Generator-Item ein und lässt es am besten am Linksanschlag des Projektes bei Zeitpunkt 0:00:00,000 beginnen. Anschließend zieht man es auf die gewünschte Länge, z. B. 1 Std. Dann doppelklickt man das Item und klickt auf "Properties" bzw. "Eigenschaften". Dort muss man den Typus des Timecodes auf LTC Audio festlegen. Ganz wichtig ist, hier die korrekte Framerate einzustellen! Die ausgewählte Framerate muss später bei allen beteiligten Geräten übereinstimmend eingestellt sein, damit der Sync funktioniert! Da manche Geräte nicht alle denkbaren Frameraten unterstützen, wählt man hier die Framerate, die das in dieser Beziehung eingeschränkteste Gerät auch noch unterstützt.

Hat man einmal alle Einstellungen des bisher virtuellen Timecode-Items korrekt vorgenommen, wandelt man es mit der "glue"-Funktion in ein Audio-Item um. Das Audio-Timecode-Item ist viel präziser als das virtuelle Timecode-Item. Nach der Umwandlung in Audio sind keine Änderungen mehr an der Framerate des Items möglich, nur noch Pegel und Länge können geändert werden.

Die entstandene Wave-Audiodatei mit dem Timecode sollte man aussagekräftig benennen, z. B. "LTC-Item, 25F, mono, 48k.wav", und sie kann jetzt in jede DAW einladen und zum Syncen anderer Geräte verwendet werden, sofern die abspielende DAW der Sync-Leader sein soll. Man muss nur sicherstellen, dass das Audiosignal der Timecode-Spur nicht in den Master-Track der DAW gelangt und damit im Mix hörbar ist sondern dass das Signal der Spur direkt zu einem dafür reservierten Hardware-Ausgang des Interfaces geroutet wird. Den Send-Pegel des Hardware-Ausgangs sollte man auf -6 dB und nicht auch 0 dB einstellen.

Wenn jetzt die DAW mit dem Sync-Track auf Play gestellt wird, wird der Timecode über den entsprechenden Audioausgang des Interfaces als Audiosignal ausgegeben. Dieses Signal muss man dann in geeigneter Weise dem zu syncenden Gerät oder einer Software als Audio zuführen. In Reaper stellt man den Eingang für den Timecode im Sync-Menü ein "LTC: ...". Sofern die Frameraten überall korrekt übereinstimmen, wird Reaper dem Sync absolut sample-genau folgen, wenn der Play-Knopf auf Chasing eingestellt ist. MTC arbeitet dagegen übrigens im besten Fall nur frame-genau, also auf eine 25stel Sekunde genau.


PS @ bobobo: Status ist lateinisch und entsprechend der u-Deklination lautet der Nominativ Plural "Status", gleich geschrieben wie der Nominativ Singular, jedoch mit lang gesprochenem "u" wie in Apfelmus

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Last edited by SonicAxiom; 12-29-2023 at 11:08 AM.
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Old 12-29-2023, 05:17 PM   #14
cubemusic
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Hi, ich hatte ja eigentlich gedacht, Logic könne einfach einen zum Projekt passenden LTC und diesen über einen beliebigen Ausgang ausgeben. Der käme dann nach deiner Beschreibung an, würde ausgewertet, und Reaper würde syncen.

Bloß wie gesagt, ich konnte beim besten Willen nicht herausfinden, wie oder ob Logic LTC in Echtzeit erzeugen und auf einem Audioausgang ausgeben kann.

Ich habe jetzt erst einmal wieder den Rosendahl-MIF4-Weg beendet und bin zu MTC zurückgekehrt.

Sobald ich die Tage dazu komme, werde ich testen, ob die beiden Systeme via MTC timingmäßig auseinanderlaufen. Eine Genauigkeit von 1/25 Sekunde scheint mir doch im Übrigen präzise genug zu sein. Ich wüsste gerade nicht, in welchem Szenario ich Samplegenauigkeit benötigen würde.

Aber ich habe dafür schon wieder zwei neue blöde Probleme: Als ich bei meinen ersten Versuchen alles soweit für MTC eingestellt hatte, war der Playbutton nach dem ersten Programmstart von Reaper immer grau, und dennoch ist Reaper sofort losgelaufen, wenn MTC von Logic kam. Das geht jetzt leider nicht mehr, und ich muss immer erst den Playbutton auf Grün stellen, damit Reaper synct.

Und dann, wenn ich zum Beispiel eine Midispur einspiele, während Reaper via MTC mitläuft und ich stoppe Logic, dann läuft Reaper einfach weiter und nimmt weiter auf, so lange, bis ich aktiv den Stopp-Button bei Reaper betätige.

Oh Mann...
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Old 12-30-2023, 04:54 AM   #15
bobobo
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Originally Posted by cubemusic View Post
Und dann, wenn ich zum Beispiel eine Midispur einspiele, während Reaper via MTC mitläuft und ich stoppe Logic, dann läuft Reaper einfach weiter und nimmt weiter auf, so lange, bis ich aktiv den Stopp-Button bei Reaper betätige.

Oh Mann...
guck dir mal die Parameter an die ich da oben gepostet habe.

ich hatte dasselbe Problem bis ich da ma genau hingeguckt und entsprechend konfiguriert hatte.

REAPER läuft dann als Slave im PLAY oder RECORD modus inclusive start stop mit . Nur bpm sync (tempochanges) klappt nicht , und das scheint mir REAPER-immament zu sein. SPP (song position pointer) kann zwar gesendet werden aber im Empfang wird das nicht ausgewertet.


ich hab das auc mal mit zei reaper instanzen nachgebaut eine als master (sendet das was auf einem track als Timecode (mtc) liegt an loomidi (ausgang))

und einem slave der vom loopmidi (eingang) mtc empfängt.
wenn die optionen richtig sind rennt der slave immer brav zum master mit . tempochanges syncen gelingt mir hier aber auch nicht. playratechanges auf dem master führt zu etwas hektik auf dem slave, der da zu folgen versucht aber nur entsprechend springen kann (man hört ihn quasi dabei hecheln).

kann man auch mit einer reaper instanz und tabs und einem loopback devices (virtuelle interne mididevices) bauen als technische demo.

Last edited by bobobo; 12-30-2023 at 05:32 AM.
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Old Yesterday, 04:14 AM   #16
modoo
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Hey,


habe aus Interesse und einem ähnlichen Ausbau weiter hineingelesen, und
glaube was @SonicAxiom hier beschreibt, ist ziemlich genau was ich seit
langem suche.. vielen Dank!

Ohne direkt einen neuen Thread aufzumachen, würde ich dazu gerne noch
ein paar wenige Fragen stellen..


1. Ich kann hier das beteiligte Slave-Gerät (MOTU) selber zu LTC syncen
- Ist es sinnvoll das in der HW und/oder Reaper zu konfigurieren?

2. Wie genau arbeitet ein solches Setup, ersetzt es evtl. auch teilweise
teure Hardware, und lässt sich das LTC-Signal am Ausgang problemlos
auf mehrere Slaves splitten? (ich vermute ja)


.. ähnliches mache ich mit meinem Arturia Beatstep Pro.. der bekommt
neuerdings ein Clock-Signal (ebenfalls Audiorate) von einem Korg SQ-64, der
wiederum sein Start-Signal von Reaper über MTC. Der BS gibt seine Clock
wieder über Audio an je einen Eingang der beiden Interfaces zurück.. so
kann z.B. VCV auf beiden Rechnern, plus SQ und BS synchronisiet werden.

Das funktioniert sogar recht zufriedenstellend, ich denke besser als wenn
nur MTC verwendet werden würde..

Allerdings habe ich hier Probleme mit Phasenverschiebungen und Timings,
wenn es darum geht externe Klangerzeuger an dem einen Rechner mit VSTi's an
dem anderen zu syncen.

Derzeit versuche ich mir mit ReaInsert zu helfen, das hält hier auf dem
Rechner mit der externen HW und die dortigen VSTi stabil.. aber die beiden
Rechner bekomme ich nicht stabil durch Ausgleichen mit MIDI oder Audio Delay
in den entsprechenden Spuren, jede Aufnahme und Vergleiche der Abstände der
Nulldurchgänge gibt immer wieder schwankende Werte von teilweise mehreren
1000 Samples zurück.

Ich kann mir das nicht erklären, evtl. können wir hier etwas genauer darauf
eingehen, und evtl. ist das Setup auch gar nicht sooo sinnvoll..

.. und vermute ich auch LTC zwischen den beiden Rechnern zu verwenden wird
das nicht ändern.


Vielen Dank für's lesen!
modoo is offline   Reply With Quote
Old Yesterday, 08:47 AM   #17
SonicAxiom
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Hey,

habe aus Interesse und einem ähnlichen Ausbau weiter hineingelesen, und glaube was @SonicAxiom hier beschreibt, ist ziemlich genau was ich seit langem suche.. vielen Dank!

Ohne direkt einen neuen Thread aufzumachen, würde ich dazu gerne noch ein paar wenige Fragen stellen..

1. Ich kann hier das beteiligte Slave-Gerät (MOTU) selber zu LTC syncen - Ist es sinnvoll das in der HW und/oder Reaper zu konfigurieren?

2. Wie genau arbeitet ein solches Setup, ersetzt es evtl. auch teilweise teure Hardware, und lässt sich das LTC-Signal am Ausgang problemlos auf mehrere Slaves splitten? (ich vermute ja)

.. ähnliches mache ich mit meinem Arturia Beatstep Pro.. der bekommt neuerdings ein Clock-Signal (ebenfalls Audiorate) von einem Korg SQ-64, der wiederum sein Start-Signal von Reaper über MTC. Der BS gibt seine Clock wieder über Audio an je einen Eingang der beiden Interfaces zurück.. so kann z.B. VCV auf beiden Rechnern, plus SQ und BS synchronisiet werden.

Das funktioniert sogar recht zufriedenstellend, ich denke besser als wenn nur MTC verwendet werden würde..

Allerdings habe ich hier Probleme mit Phasenverschiebungen und Timings, wenn es darum geht externe Klangerzeuger an dem einen Rechner mit VSTi's an dem anderen zu syncen.

Derzeit versuche ich mir mit ReaInsert zu helfen, das hält hier auf dem Rechner mit der externen HW und die dortigen VSTi stabil.. aber die beiden Rechner bekomme ich nicht stabil durch Ausgleichen mit MIDI oder Audio Delay in den entsprechenden Spuren, jede Aufnahme und Vergleiche der Abstände der Nulldurchgänge gibt immer wieder schwankende Werte von teilweise mehreren 1000 Samples zurück.

Ich kann mir das nicht erklären, evtl. können wir hier etwas genauer darauf eingehen, und evtl. ist das Setup auch gar nicht sooo sinnvoll..

.. und vermute ich auch LTC zwischen den beiden Rechnern zu verwenden wird das nicht ändern.

Vielen Dank für's lesen!
Sofern du das Timecode-Sync-Setup per LTC korrekt einrichtest, bekommst du samplegenauen Sync zwischen einem Sync-Leader-Gerät und praktisch unendlich vielen Follower-Geräten. Leider ist mir dein gesamtes Setup nicht klar, dass ich erkennen könnte, woran es hakt. Ich tippe darauf, dass in deinem aktuellen System eben nicht LTC sternförmig parallel und synchron an alle Empfänger gesendet wird. MTC, SPP oder MIDI Clock sind alle zu ungenau, um samplegenauen Sync herzustellen. Allerdings ist nicht in jedem Fall samplegenauer Sync erforderlich, denn wenn eine Band mit echten Menschen mehrmals den gleichen Song zusammen spielt, wird das Timing jedes Beteiligten auch jedes Mal den Song hindurch etwas schwanken (jedes Mal an einer anderen Stelle und in anderer Stärke). Einen Sync mit derartig hinreichender Genauigkeit hinzubekommen, sollte für viele Zwecke reichen.

Andererseits spricht nichts dagegen, von vorne herein einen samplegenauen Sync einzurichten. Dieser erlaubt es dann auch, sehr phasenkritische Anwendungen ohne Probleme durchzuführen. Man sollte sich dazu erst mal in Reaper die weiter oben beschriebene LTC-Audio-Timecode-Audiodatei erstellen. Diese kann dann in jeder DAW abgespielt werden, auch wenn diese selbst die Erzeugung von Timecode nicht erlaubt. Das Timecode-Signal muss ohne über den Master der DAW zu laufen direkt aus einem separaten Audio-Hardware-Ausgang herausgeleitet werden. Dies kann digital oder analog geschehen. Die digitale Alternative ist vorzuziehen aber auch per rein analoger oder auch gemischt digital-analoger Verteilung sollte ein LTC-Sync samplegenau hinzubekommen sein.

Ein Problem kann sein, ein Sync-Signal sternförmig, also von einer Stelle aus an mehrere Empfänger gleichzeitig, zu splitten. Das Daisy-Chaining von Sync-Signalen ist meistens mit Problemen verbunden, da das Signal hier bei jeder Weiterleitung minimal verzögert wird. Das sternförmige Syncen kann man z. B. erreichen, indem man das LTC-Signal aus der abspielenden DAW auf gleich mehrere separate HW-Ausgänge des Interfaces gleichzeitig ausgibt, sofern das Interface mehr als zwei Ausgänge besitzt. Auf diese Weise ist denkbar, das Sync-Signal z. B. parallel digital über mehrere ADAT-oder SPDIF-Schnittstellen oder analog über mehrere XLR-/Klinkenausgänge an diverse Empfänger zu senden. Hier kommen jedoch durch die mehrmalige DA-AD-Wandlung des Sync-Signals evtl. unterschiedliche Latenzbeträge hinzu, die man später ausgleichen muss.

In meinem Fall ist die sternförmige und latenzfreie Verteilung eines Sync-Signals besonders einfach, da mein Studio über ein Dante-Audio-Netzwerk verfügt, in dem ich einzelne digitale Kanäle sehr einfach nur per Mausklick in der Software Dante Controller latenzfrei an praktisch beliebig viele Empfänger gleichzeitig routen/splitten kann.

Deine erste Frage kann ich leider nicht beantworten, da ich sie nicht verstehe Handelt es sich bei dem MOTU-Gerät um einen Wandler? Wenn ja, dann verstehe ich nicht, weshalb der per Timecode gesynct werden soll (per Wordclock-Sync natürlich schon).

Audio-Signale werden zwischen Geräten auch heute immer noch überwiegend über eines der "herkömmlichen" Punkt-zu-Punkt-Verfahren geroutet. Das betrifft analoge Kabelverbindungen aber auch digitale Verbindungen wie SPDIF, AES/EBU, ADAT, USB, Firewire und Thunderbolt. Punkt-zu-Pukt-Verbindungen erschweren das Splitten von Signalen und erfordern meistens eine entsprechende Splitter-Hardware (z. B. Patchbays). Manche digitale Systeme wie die von RME bieten digitale Patchfelder wie TotalMix an, mit denen man auf digitaler Ebene praktisch beliebig virtuell zwischen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen patchen kann. Aber erst Audio-over-IP wie Dante erlaubt dank der eindeutigen Adressierbarkeit jedes Gerätes das einfache, freie, virtuelle Routen beliebiger Kanäle zwischen ALLEN Geräten im Netzwerk nur über Software und sprengt so die Routing-Limitierungen der Punkt-zu-Punkt-Umgebungen vollkommen auf. Da AoIP auch noch viele andere tolle Vorteile hat und viele weitere Probleme oder Limitierungen traditioneller Audioverbindungen löst (Anzahl der übertragenen Kanäle über ein Kabel, Auto-Discovery aller Geräte, automatisches Wordclocking, Redundanz, praktisch beliebige Kabellängen, etc.), möchte ich mein Dante-Netzwerk nie mehr missen.

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Old Yesterday, 09:31 AM   #18
modoo
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Hey SonicAxiom,

ich sehe gerade dass du sehr ausführlich geantwortet hast, vielen Dank,
freue mich schon wahrscheinlich mehr zu dem mir noch immer schwer
vollständig umsetztbarem Thema zu erfahren.

Noch bin ich nicht dazu gekommen gründlich zu lesen, mir ist aber die
offene Frage zu meiner gestellten aufgefallen..

Bei dem MOTU-Gerät handelt es sich um das Interface, welches per USB
am Slave-Rechner, dort läuft ebenfalls Reaper, angeschlossen ist..

Es ist ein "MOTU UltraLite AVB", und dieses ist per ADAT mit dem anderen
Interface verbunden, ein Focusrite Saffire Pro 24, und synced darüber
intern zueinander..

.. und in dem MOTU-Interface kann in den Einstellungen LTC auf einem
der Eingänge frei konfiguriert werden.


Bis später! ;-)
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Old Yesterday, 09:49 AM   #19
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Hey SonicAxiom,

ich sehe gerade dass du sehr ausführlich geantwortet hast, vielen Dank, freue mich schon wahrscheinlich mehr zu dem mir noch immer schwer vollständig umsetztbarem Thema zu erfahren.

Noch bin ich nicht dazu gekommen gründlich zu lesen, mir ist aber die offene Frage zu meiner gestellten aufgefallen..

Bei dem MOTU-Gerät handelt es sich um das Interface, welches per USB am Slave-Rechner, dort läuft ebenfalls Reaper, angeschlossen ist..

Es ist ein "MOTU UltraLite AVB", und dieses ist per ADAT mit dem anderen Interface verbunden, ein Focusrite Saffire Pro 24, und synced darüber intern zueinander..

.. und in dem MOTU-Interface kann in den Einstellungen LTC auf einem der Eingänge frei konfiguriert werden.

Bis später! ;-)
Ironie des Schicksals: Du hast ja sogar bereits ein netzwerkfähiges (AVB-)Interface
Natürlich kann es seine Netzwerkfähigkeiten erst ausspielen, wenn mindestens ein weiteres AVB-Gerät vorhanden ist oder dein Rechner irgendwann AVB an seinem Netzwerkanschluss erkennt (bei Macs geht das bereits). Bis dahin ist es vermutlich nur ein einfaches Punkt-zu-Punkt-Interface (eben typisch USB).

Noch nicht ganz verstanden habe ich die LTC-Funktion des MOTU. Kann es selbst LTC erzeugen und an irgendwelche Ausgänge ausgeben oder leitet es nur wie auch immer eingehenden LTC eines anderen Gerätes weiter?

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