Old 11-13-2018, 12:59 AM   #1
Beemysch
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Ich fange gerade an meine eigenen Songs aufzunehmen, stelle mir aber gerade bei der Aufnahme von Gitarre/Bass/Vocals immer wieder die Frage, ob mein Workflow optimal ist.

Wie macht ihr das? Punch in Aufnahme, Loop, extra Aufnahmespur und dann drag and drop?

Ich habe alles schon durchprobiert und empfinde die drag and drop Methode am sichersten, aber auch am zeitaufwändig.
Loop nutze ich eigentlich nur wenn ich Solos improvisiere.

Punch in nutze ich ab und an, wenn Übergänge nicht zu extreme Lautstärke- und Stilunterschiede aufweisen, oder wenn kleine Teile eines Parts ersetzt werden müssen.
Manchmal klingt es trotzdem komisch. Es sscheint dann so, als wäre mein Timing nicht immer 100% auf dem Punch, eher Millisekunden zu früh und dann startet der Punch in mit dem höchsten Peak.
Ich hoffe es ist verständlich erklärt, habe noch nicht viel Ahnung von den Termini...

Mache ich grundsätzlich was falsch, wie ist euer Workflow?

Gruß
Beemysch
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Old 11-13-2018, 03:19 AM   #2
Vollgerd
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Hallo,
als blutiger Amateur (schon seit Jahren), habe ich mir noch nie viele Gedanken um den schnellsten Workflow gemacht. Bin daher evtl. nicht ganz der richtige Ansprechpartner.
(Ich habe jetzt auch schon längere Zeit nichts mehr gemacht)

Für Autopunch habe ich mir aber ein Actionbutton angelegt. Der sprart wirklich Arbeit und Zeit. (Ich weiß nicht einmal mehr wo man das manuell einstellen kann.)

Medien verdoppeln geht mit Click auf das Medium und drücken der Steuerungstaste, dann runterziehen.
Soll der komplette Track kopiert werden, dann rechstklick auf den auf den Track und Track duplizieren auswählen. Dann sind auch alle FX etc. mit drin.

Beides mache ich aber selten. Jeder Track soll ja anders klingen, also lieber doppelt einspielen.

Wenn Du wirklich Zeit einsparen willst, ist es wohl am besten für die meisten Aktionen entsprechende Actions einzustellen, oder massenweise Tastaturbefehle auswendig zu lernen.

Gruß
Gerd
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Old 11-13-2018, 04:03 AM   #3
Beemysch
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Danke für die Antwort.

Ich glaube ich habe mich missverständlich ausgedrückt.

Mir geht es nicht um den schnellsten Workflow, sondern darum möglichst wenig Ausschuss zu bekommen. Neben dem reinen Müll, den man beim Einspielen/-singen produziert nerven dann die eigentlich guten Takes, die durch falsche Einstellungen entstehen!

Beispiel:
Ganz am Anfang habe ich den Fehler gemacht, dass ich die Lieder immer direkt am Anfang der Timeline begonnen habe. Also mit Metronom und Vorzähler direkt aufgenommen. Wenn man da das Timing nicht 100% hat (Wann schafft man das schon auf die Millisekunde genau?), dann ist das ein Problem.
Seither beginne ich immer einen Takt später, starte aber die Aufnhame schon zu Beginn der Timeline. So handhabe ich es dann auch mit dem Beenden. SO hat man genug Vor und Nachlauf, um noch etwas Anzupassen. Sei es man muss den Take ne 16tel nach hinten schieben, oder am Ende was strecken, wie auch immer...

Daher nutze ich momentan auch immer die Drag and Drop Methode aus einem Cleanen Record Channel. Dort nehme ich dann clean auf, bearbeite die Aufnahme dort grob und schiebe sie dann in den eigentlichen (mit effekten bestückten, gepanten und gelevelten Kanal.

Es interessiert mich einfach, wie ihr das macht. Auch, weil ich bei Reaper noch ganz am Anfang stehe und lernen will^^

Danke und Gruß
Beemysch
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Old 11-13-2018, 05:19 AM   #4
BJORG
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Es lässt sich einstellen, dass die Aufnahme schon früher beginnt, als nur der markierte Bereich des Autopunch und auch das länger auf genommen wird. So kann man immer noch etwas finetuning machen. Harte Übergänge lassen sich durch leichtes Überblenden entschärfen.

Ich komme mit AutoPunch ganz gut zu recht. In Kombination mit dem Takesystem komme ich so für mich recht schnell voran.
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Old 11-13-2018, 06:56 AM   #5
Beemysch
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Wow, das wäre ne super Lösung, wenn es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle...

Ich markiere den Bereich der aufgenommen werden soll, die Aufnahme wird nur in den markierten Bereich geschrieben, aber ich kann den take im Nachhinein noch vorne und hinten verlängern, da er früher und länger aufgenommen hat, als der eigentlich markierte Bereich lang ist?!

Wie stelle ich das ein?

Gruß

Edit:
Sitze gerade am PC und kann keine Einstellung zum Punch in finden... Wäre echt toll, wenn mir jemand sagt, wie ich das von BJORG geschilderte Verhalten einstelle...
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Last edited by Beemysch; 11-13-2018 at 10:39 AM.
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Old 11-13-2018, 10:44 AM   #6
BJORG
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Originally Posted by Beemysch View Post

Wie stelle ich das ein?

Gruß
Bin mir nicht mehr sicher, aber ich meine, dass man gar nichts extra einstellen muss.

Einfach mal probieren:
- unter dem Menüpunkt Options den zweiten von oben 'time selection auto punch' anwählen
- eine time selection aufziehen
- den Cursor ein Stück vorne dran setzen und auf Record drücken.

Die Aufnahme läuft ab dem Zeitpunkt ab dem der Cursor los läuft und so lange bis man Stopp drückt, die Darstellung als neuer Take reduziert sich auf den selektierten Bereich. Wenn man hinterher merkt das z.B. das Feedback am Anfang oder Ende 'schön' war, dann kann die Grenze des Takes nachträglich verschieben. Natürlich nur so weit wie man tatsächlich aufgenommen hat. Auch das Überlappen von einem Take Ende und dem nächsten Take Anfang kann helfen 'Löcher' zu stoppfen, die sich vielleicht durch einen etwas zu späten Einsatz ergeben oder wenn ein Wechsel zu krass ausfällt.

Ich hoffe das geht in die Richtige Richtung für dich. Ich halte meine Jungs und Mädels immer dazu an beim 'auto punchen' wenn es geht zumindest den letzten Ton vorher mitzuspielen, damit es keine 'Löcher' gibt.
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Old 11-13-2018, 12:17 PM   #7
Beemysch
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Super, ich habs rausgefunden!

Man stellt einfach den Punch In Bereich ein, geht ein Stück vor den bereich und beginnt mit der Aufnahme. Nach dem Bereich läßßt man die Aufnahme dann noch weiter laufen und zack, alles von Anfang bis Ende kann ausgwählt werden.

Werde ich Freitag, bei der nächsten Songsession ausprobieren...

Gruß und großen Dank für den Tipp!
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Old 11-14-2018, 10:02 PM   #8
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Moin,

ich (noch üblerer Amateur als Gerd) arbeite ganz anders - habe aber auch nichts mit Bassisten, Gitarristen, Sängern zu tun, sondern nur mit meinen eigenen Synths.
Daher: Metronom mit zwei Takten Vorzähler, Aufnahme beginnt immer bei Takt 2 (wie bei Dir auch) fertig.
Schnippeln/verschieben/kopieren etc. kann ich nachher.
Im Grunde also kein echter Workflow, sondern eine digitale Bandmaschine.

Da ich zu dumm für Actions etc. bin und mich im zeitlichen Umfeld der Aufnahme auf das Aufzunehmende konzentriere, und nicht auf das Aufnahmemedium.
__________________
Gruß,
SP
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Old 11-16-2018, 09:15 AM   #9
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ich (noch üblerer Amateur als Gerd)
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Old 11-16-2018, 09:19 AM   #10
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DAS funktioniert super! Ich habe noch nie so schnell nen neuen Song als Basis aufgenommen!!!

ca. 2 Stunden hat es gedauert eine komplette Basis aufzunehmen. Grobe Idee hatte ich vorher, Rest ist improvisiert...

Ergebnis bisher:
https://soundcloud.com/user-617774325/sneak-peak

Ist nur ein Rohbau, also noch keine Dynamik und nur Instrumental.
__________________
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Old 11-16-2018, 09:56 AM   #11
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Originally Posted by Beemysch View Post

Ist nur ein Rohbau, also noch keine Dynamik und nur Instrumental.
Handwerklich und von der Idee her gut gemacht Jetzt noch Drum, Bass und Solo unüberhörbar und transparent herausarbeiten – dann kann der Vocalisation nichts mehr im Wege stehen.
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Old 11-16-2018, 11:02 AM   #12
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Danke für das Lob, da war ich nicht drauf aus, wollte nur zeigen, was man in 2 Stunden schaffen kann. Immerhin sind es 2 Rhythmusgitarrenspuren (eine gedoppelt auf 6 Spuren aufgeteilt), 4 Leadspuren (gedoppelt und auf 4 Spuren aufgeteilt, sowie 2 gedoppelt für das Main Solo), 4 Basspuren (2 jeweils gedoppelt). Drums sind digital.

Der letzte Song war wesentlich weniger umfangreich und hat mich 4 Stunden gekostet, weil ich die Übergänge nie befriedigend hingekriegt habe. Der Tipp und die Funktion des verlängerten Punch in ist grandios!

Mastering und Vocals sind leider nicht meine Stärken. Aber Spaß macht es trotzdem...

Denke ich muss die Strophe noch mehr vom Refrain separieren, damit es nicht wie ein Einheitsbrei wirkt... Gut Ding will Weile haben.

Mein Ziel ist es jeden Freitag Musik zu machen, egal auf welche Art und Weise.
Ich muss sagen, dass mich Reaper dabei extrem unterstützt, da es einfach Spaß macht mit dem Programm zu arbeiten.

Ich könnte mir in den Arsch beißen, dass ich mich so lange mit Freeware wie Traktion, SoundBridge, Bandlab, Ableton Live light, etc. rumgeärgert habe. Hatte die Testversion von Reaper vor langer Zeit mal genutzt, um ein Hörspiel zu vertonen, fand es auf die Schnelle aber zu Komplex!

Jetzt bin ich begeistert! Ich entdecke jede Woche neue Möglichkeiten Reaper auf meine Bedürfnisse optimal anzupassen. Das ist schon Wahnsinn, was ein so günstiges Programm alles kann!

Gruß
Beemysch
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Old 11-23-2018, 10:17 AM   #13
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Originally Posted by SanguineaProject View Post
Da ich zu dumm für Actions etc. bin und mich im zeitlichen Umfeld der Aufnahme auf das Aufzunehmende konzentriere, und nicht auf das Aufnahmemedium.
Niemand ist zu Dumm für Actions.

Ich habe mich auch lange davor gedrückt. Aber Actions und Sycles sind absolut das Beste.
Und das nicht nur um Zeit zu sparen. Oft (gerade Amateure, die nicht täglich mit Reaper arbeiten) sind actions obtimal. Man sucht manchmal verzweifelt nach manchen Einstellungen, das kann man mit Actionbuttons ohne Probleme sofort aufrufen.
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